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ALBERT EINSTEIN
Geb. 1879
Reist am 2. Dezember 1930 von Antwerpen auf der „SS Belgenland“ nach New York
Kommt am 28. März 1933 auf der „SS Belgenland“ wieder in Antwerpen an
Reist im Oktober 1933 von Southampton auf der „SS Westernland“ definitiv nach Amerika
Sammlungsstück im Museum: Brief

 

Geschätzte Passagiere

Albert Einstein reist mehrmals mit der Red Star Line – im Gegensatz zu den zahllosen Emigranten, die auf der Suche nach einem Einkommen, nach Freiheit und nach Glück nur ein einziges Mal in Richtung Westen aufbrachen. Ab 1920 hält der berühmte Wissenschaftler Vorlesungen in der ganzen Welt. Zufall oder nicht – die „Belgenland“ ist mehr als einmal sein ship of choice. Albert Einstein und seine Frau Elsa sind geschätzte Passagiere. Nicht nur, weil sie berühmt sind, sondern auch wegen ihrer Freundlichkeit und Bescheidenheit. „Dr. Einstein ist ein brillanter Mann, aber kein schwieriger Mensch“, so lautet das Urteil eines Angehörigen des Bordpersonals.

 

Gefärhliche Zeiten

Albert Einstein ist Jude und gegen das Hitler-Regime. Eine lebensgefährliche Kombination. Als Hitler am 23. März 1933 Reichskanzler wird, sind Einstein und seine Frau Elsa mit der Belgenland auf dem Rückweg von den USA nach Berlin. An Bord vernehmen sie, dass alle ihre Besitztümer von den Nazis konfisziert wurden. Sie beschließen, nicht nach Deutschland zurückzukehren. Am 28. März legt die „Belgenland“ in Antwerpen an. Einstein und seine Frau bleiben kurze Zeit in Mortsel bei Antwerpen und reisen anschließend weiter zum belgischen Küstenstädtchen De Haan.

 

Eine neue Heimat

Ende März legt die „Belgenland“ in Antwerpen an. Einsteins Freunde, darunter König Albert I. und Königin Elisabeth, tun alles, damit er sich in Belgien wohlfühlt. Aber die Bedrohung durch den Nationalsozialismus nimmt zu und im Oktober 1933 bricht das Paar abermals nach Amerika auf – Elsa Einstein von Antwerpen, Albert Einstein von Southampton aus. Ebenso wie für Millionen andere Emigranten werden die USA für sie zur neuen Heimat.