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IRVING BERLIN
Geb. 1888
Reist 1893 auf der „SS Rijnland“ nach New York
Sammlungsstück im Museum: piano

 

Ein besseres Leben

Für Millionen Emigranten bedeutete die Reise mit der Red Star Line der Aufbruch zu einem neuen, besseren Leben. Aber nur wenige Namen sind uns heute, so viele Jahrzehnte später, noch geläufig. Zu den berühmtesten Auswanderern gehört Irving Berlin, der eigentlich Israel Isodore Baline hieß. Als er fünf Jahre alt war, emigrierte seine Familie mit allen ihren Kindern nach New York. Die jüdische Familie stammte aus einem Dorf im heutigen Weißrussland, aber blutige Pogrome veranlasste sie zur Flucht.

 

Durchbruch und Erfolg

Die Eltern lassen sich mit ihren Kindern im New Yorker Immigrantenviertel Lower East Side nieder. Sie brauchen nun nicht mehr um ihr Leben zu fürchten, aber es ist schwierig, an einen Lebensunterhalt zu geraten. Der kleine Israel trägt als Zeitungsjunge seinen Teil dazu bei. Er geht kaum zur Schule, aber lernt in der multikulturellen Lower East Side fürs Leben. Für den späteren Komponisten und Songtexter wird das Viertel immer eine unerschöpfliche Inspirationsquelle bleiben. Schnell schreibt er seine ersten Songs. Israel „Izzy“ Baline wird Irving Berlin – und einer der größten Komponisten des 20. Jahrhunderts.

 

God bless America

Songs wie „Cheek to Cheek“ oder „White Christmas“ machen Berlin weltberühmt. Er hat den american dream verwirklicht. Privat muss er einen schweren Schicksalsschlag verkraften: Seine erste Frau stirbt fünf Monate nach der Hochzeit. 14 Jahre später findet er ein neues Glück: Er heiratet Ellin Mackay, auch wenn sich deren Vater, ein katholischer Ire, mit der Heirat der Tochter mit einem jüdischen Immigranten nur schwer abfinden kann. Irving Berlin stirbt im Alter von 101 Jahren in seinem geliebten New York. God bless America, land that I love.