2013

Am 27. September 2013 wurde das Red Star Line Museum offiziell von König Philipp und Königin Mathilde eröffnet. Ein Jahr später empfing das Red Star Line Museum seine ersten Besucher.
 

2012

Ein Jahr vor der Eröffnung des Museums können die Gebäude zum letzten Mal in ihrem (beinahe) ursprünglichen Zustand besucht werden. Zusammen mit der Kulturorganisation Antwerpen Open veranstaltet das Museumsteam vom 28. April bis zum 13. Mai ein Kulturfestival, das an die Blütezeit der Reederei erinnert. Im September übergibt das Bauunternehmen STRABAG die restaurierten Hallen der Stadt. Im Oktober beginnen die Einrichtung des Museums und der Aufbau der permanenten Ausstellung. Der Turm ist im Dezember fertig.

 

2011

Im März werden die vorbereitenden Tiefbauarbeiten und die Stabilisierung der Gebäude abgeschlossen. Am 18. April beginnt das Bauunternehmen STRABAG mit der eigentliche Restaurierung des Komplexes (Phase 2 der Bauarbeiten).

Gleichzeitig sammelt und erschließt das Museumsteam historische und zeitgenössische Auswandererschicksale, die im Mittelpunkt des neuen Museums stehen sollen. Dabei wird es vom Stadtarchiv unterstützt.

 

2010

Die flämische Regierung legt in ihrem Dekret vom 12. März den definitiven Betrag der Restaurierungsprämie fest. Anlässlich des von öffentlich-rechtlichen Fernsehsender VRT veranstalteten „Tages des öffentlichen Geheimnisses“ werden die verfallenen Gebäude am 16. Mai für das Publikum geöffnet.

Am 17. Mai 2010 beginnen die vorbereitenden Bauarbeiten. Die erste Bauphase umfasst  die Erdarbeiten und die Unterkellerung des ehemaligen Gepäckaufbewahrungs- und Zollschuppens („De Loods“). Die Baufirma ist THV Van Wellen-BMG. Am 28. Juni findet die feierliche Grundsteinlegung statt.

 

2009

Die Stadtverwaltung erteilt die Baugenehmigung.

 

2008

Im Auftrag der Stadtverwaltung beginnt die AG Vespa als Bauherr mit den Vorbereitungen des Umbaus der Hallen zu einem Auswanderermuseum.

Die Entwürfe der Architekten bekommen den letzten Schliff und der Finanzrahmen wird festgelegt.

Die Reederei Compagnie Maritime Belge (CMB) mit Sitz in Antwerpen wird Founder des Red Star Line Museums.

 

2007

Der wissenschaftliche Ausschuss empfiehlt, die lokale Geschichte der Red Star Line und ihrer Passagiere in den breiten Kontext historischer und gegenwärtiger Wanderungsbewegungen einzubinden.

Nach den ersten beiden Hallen wird auch das Eckgebäude, das älteste des Komplexes, vom flämischen Minister Dirk Van Mechelen unter Denkmalschutz gestellt.

Das Bürgermeister- und Schöffenkollegium erteilt dem Vorentwurf des New Yorker Architektenbüros Beyer Blinder Belle Architects & Planners LLP für die Restaurierung der drei Gebäude seine Zustimmung.

Die städtische Dienststelle „Museen und kulturelles Erbe“ wird mit der Verantwortlichkeit über das Gesamtprojekt betraut. Ab Herbst 2007 wird ein Team zusammengestellt, das das Projekt Red Star Line Museum koordiniert und vorbereitet. 

 

2005

Das Bürgermeister- und Schöffenkollegium beschließt, die Gebäude der Red Star Line der Hafenverwaltung abzukaufen. Nach einem Verfahren unter der Leitung des „Flämischen Baumeisters“ wird Beyer Blinder Belle gemeinsam mit dem Antwerpener Ingenieurbüro Arcade NV mit den Plänen für eine Umnutzung der alten Gebäude als Museum beauftragt.

 

2004

Nachdem es in Belgien und den USA Informationen eingeholt hat, gründet das Bürgermeister- und Schöffenkollegium eine Projektgruppe, die eine Nutzung der Gebäude als Ort der Erinnerung „mit einer museumspädagogischen Funktion“ untersuchen soll.

 

2002

Das Nationale Schifffahrtsmuseum in Antwerpen organisiert die Ausstellung „Auswanderer“, die der Geschichte der Red Star Line und der Emigration über Antwerpen gewidmet ist. Sie führt zu ersten Kontakten mit der Ellis Island Foundation und dem Ellis Island Immigration Museum in New York. 

 

2001

Die flämischen Behörden stellen zwei der drei Hallen der Red Star Line „wegen ihres historischen und industriearchäologischen Wertes“ unter Denkmalschutz.

 

2000

Das Antwerpener Bürgermeister- und Schöffenkollegium empfiehlt, alle historischen Gebäude im Hafengebiet und auf dem „Eilandje“ unter Denkmalschutz zu stellen. Außer den Montevideo-Lagerhäusern und dem Anwerbelokal für Hafenarbeiter, „De Shop“ genannt, stehen auch die Gebäude der Red Star Line auf der Liste.

 

1934-1992

Bis 1934 dienen die Gebäude am Rijnkaai als Abfertigungshallen für die Passagiere 3. Klasse der Red Star Line. Nach dem Konkurs der Reederei wird der Komplex mehrmals umgebaut und umgenutzt, und danach verfällt er. Zusammen mit den Gebäuden gerät auch die Geschichte Antwerpens als Auswandererhafen in Vergessenheit.

1992 beantragte Robert Vervoort, leidenschaftlicher Sammler materieller Erinnerungen an die Red Star Line, anlässlich des 120. Gründungsjubiläums der Reederei bei der Stadtverwaltung die Errichtung eines Gedenksteins auf dem Scheldekai. Von einem Museum ist noch keine Rede.